Kirwamuseum

Präsentation der Machbarkeitsstudie

In einem immersiven Raum tanzen Kirwapaare in Trachten auf der Leinwand, im Raum steht ein Baum mit geschmückten Kränzen, Gäste beobachten die Show

Ein Kirwamuseum für das Amberg-Sulzbacher Land?

Wie kann die Kirwa auch für kommende Generationen erhalten und für Gäste ganzjährig erlebbar gemacht werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich derzeit der Landkreis Amberg-Sulzbach. Die Idee eines eigenen Kirwamuseums nimmt dabei zunehmend konkrete Formen an. Ziel ist es, einen Ort zu schaffen, an dem die Vielfalt und Bedeutung des traditionsreichen Brauchtums nicht nur dokumentiert, sondern auch modern und interaktiv vermittelt wird.


Die Überlegungen kommen nicht von ungefähr. Seit der Anerkennung des Kirwabrauchtums als Immaterielles Kulturerbe in Bayern vor drei Jahren ist das Bewusstsein für dessen kulturellen Wert weiter gewachsen. Gleichzeitig entstand der Wunsch, die Geschichte, Entwicklung und Bedeutung der Kirwa langfristig zu bewahren und für die Zukunft zu sichern.


„Diese Auszeichnung macht deutlich, welchen kulturellen Stellenwert die Kirwa in unserer Region besitzt“, betont Landrat Richard Reisinger. Ein Museum könnte dazu beitragen, dieses Erbe dauerhaft sichtbar zu machen und die besondere Rolle der Kirwa für Gemeinschaft, Zusammenhalt und regionale Identität zu vermitteln.


Um die Möglichkeiten eines solchen Projekts auszuloten, wurde im vergangenen Jahr eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Tourismusfachwirtin Regina Wolfohr und Regionalmanagerin Katharina Wiener begleiteten das Vorhaben. Die Agentur frankonzept aus Würzburg untersuchte dabei verschiedene Konzepte, mögliche Inhalte sowie potenzielle Standorte für ein künftiges Museum. Gefördert wurde die Studie durch das Regionalmanagement Bayern und das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.


Bereits während der Untersuchungen wurden zahlreiche Bürgerinnen und Bürger in den Prozess eingebunden. Bei Workshops und Veranstaltungen konnten Ideen gesammelt und mögliche Ausstellungsstücke gesichtet werden. Ziel war es, herauszufinden, wie ein modernes Kirwamuseum aussehen könnte und welche Erwartungen die Menschen aus der Region an ein solches Projekt haben.


Nun liegt die Machbarkeitsstudie vor: Die Ergebnisse werden am Freitag, 10. Juli 2026, um 19 Uhr im König-Ruprecht-Saal des Landratsamtes Amberg-Sulzbach der Öffentlichkeit vorgestellt. Alle Interessierten sind eingeladen, sich über die Pläne zu informieren und einen Einblick in die möglichen nächsten Schritte zu erhalten.

Wer an der Präsentation teilnehmen möchte, wird gebeten, sich bis spätestens 6. Juli 2026 per E-Mail an
kulturerbe-kirwa@amberg-sulzbach.de anzumelden.

Parkmöglichkeiten stehen am Veranstaltungstag im Hof des Landratsamtes in begrenzter Anzahl zur Verfügung. Besucherinnen und Besucher folgen ab dem Glasturm am Haupteingang der ausgeschilderten Wegführung.

Ob das Kirwamuseum tatsächlich Realität wird, ist noch offen. Die aktuellen Entwicklungen zeigen jedoch, dass der Wunsch groß ist, dieses einzigartige Brauchtum nicht nur zu bewahren, sondern auch erlebbar zu machen.